Fischrettung in der Innflutmulde

Die Innflutmulde bei Rosenheim ist als Rückzugsgebiet und vor allem als Laichgebiet für verschiedene Fischarten bekannt. Diesmal wurde sie aber zur Fischfalle.

In den weiträumigen Überschwemmungsfächen hinterlies der sinkende Pegel des Inns Restwasserflächen, in denen seit Tagen tausende Fischbrütlinge und große Mengen von Kaulquappen eingeschlossen sind. Ohne Zweifel besteht hier von Seiten des Vereins dringender Handlungsbedarf. Doch wie?

Ein Versuch das Areal abzufischen gestaltete sich wegen des Schilfbestandes als sehr schwierig, bis fast unmöglich. Mit der Zeit verschärfte sich die Situation, da nicht nur der sinkende Wasserspiegel drängte, sondern auch die zunehmende Wassertemperatur. Gestern Nachmittag zeigte das Thermometer über 28 Grad an.

Um wenigstens einen Teil der Tiere zu retten, wurde in einer Blitzaktion bei der Stadt die nötige Genehmigung beschafft und über den Kraftwerksbetreiber einen Bagger. So wurden dort heute Vormittag in Anwesenheit unseres Gewässerwartes an den kritischen Stellen Gräben und Mulden mit Zugang zu kühlem Grundwasser angelegt.

Auch wenn nicht alle Fische gerettet werden konnten, so ist aber diese Fischfalle für die nächsten Hochwasser provisorisch entschärft. Außerdem habe ich die Stelle in die Sanierungsvorschläge mit aufgenommen, damit eine endgültige Lösung gefunden werden kann. 
Die Kosten für diese Aktion übernimmt bis 500 Euro unser Verein, was darüber hinausgeht der Verbund.

Für dieses Entgegenkommen und vor allem für die schnelle Hilfe möchte ich mich beim Verbund im Namen des Kreisfischereiverein Rosenheim herzlich bedanken!

R.Schäfer

 

Bilder und weitere Infos hier  

 
Start...Startseite | Seitenanfang...nach oben