AktuellHilfsprogramm für vom Aussterben bedrohter Muschelarten
 

Hilfsprogramm für vom Aussterben bedrohter Muschelarten

Die am Fachgebiet „Funktionelle Aquatische Ökologie und Fischbiologie“ der TU München angesiedelte Koordinationsstelle
setzt sich für den Muschelschutz in Bayern und insbesondere für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Flussperl- und Bachmuschel
ein. Von der heimischen Bachmuschel (Unio crassus) befindet sich im Gebiet ein noch prioritäres Vorkommen an der
Ischler Ache (Auslauf Eschenauersee), weitere Bestände wurden vor kurzem im Einzugsgebiet des Inns im Raum Wasserburg/Rosenheim
kartiert bzw. wiederentdeckt. Möglicherweise gibt es noch mehr Gewässer mit bislang unbekannten Restvorkommen an Bachmuscheln, denn
zuletzt wurden im südbayerischen Raum einige Vorkommen in Ausläufen ökologisch intakter Seen und aus Moorgebieten wiederentdeckt
(z.B. Sims, Braunach, Schinderbach). Die Bachmuschel benötigt bestimmte Fischarten wie Aitel, Elritze oder Koppe als Wirtsfisch für ihr
Larvenstadium und stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität (Güteklasse I-II). Aufgrund dieser Habitatansprüche und des komplexen
Lebenszyklus, ist sie als besonders aussagekräftiger Indikator für stabile ökologische Verhältnisse anzusehen.
Die Koordinationsstelle ermutigt uns Angelfischerinnen und Fischer dazu, bei Kenntnisnahme solcher Muschelbestände oder Schalenfunden
von den Muscheln Photos zu machen (Photo von außen genügt, nicht die Muschel aufmachen, geschützte Art!) und diese Information
zusammen mit Angabe des Fundorts an diese  Email-Adresse Fluß- und Seegräser...  zu senden

Stephan Wagner

 
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