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Der Biber

Kann der Biber zum Problem werden?
vergrößern... Der Biber war früher mal ein äußerst beliebtes Jagdwild, vor allem wegen seinem Pelz, der mit ca. 20.000 Haaren pro Quadratzentimeter sehr warm und wasserdicht ist. Auch als Fasten Speise war Biberfleisch sehr beliebt, war er doch damals Kurzerhand zum Fisch erklärt worden, weil er im Wasser schwimmt und einen schuppigen Schwanz hat.
Vor rund 100 Jahren war der Biberbestand in ganz Europa auf vier weit voneinander entfernte Restgruppen zusammengeschrumpft.
Doch die Wiederansiedlungsprojekte im letzten Jahrhundert hatten einen Riesen-Erfolg und die Population der Biber vermehrt sich zusehends, da er ja durch den Eintrag in die rote Liste nicht mehr Bejagt werden darf und auch keine natürlichen Feinde hat.

Wo Biber bauen, entstehen Artenreiche neue Biotope: Gefällte Bäume, die halb im Wasser liegen dienen als Jagdansatz für den Eisvogel und das Astgewirr im Wasser bietet Unterschlupf für Jungfische. Durch die Grabtätigkeit entstehen neue Steilufer an denen der Eisvogel und die Uferschwalbe ihre Brutlöcher bauen. Im Fließwasser verringern die Biberteiche die Fließgeschwindigkeit und in den Flachwasserzonen entsteht neuer Lebensraum für Schnecken, Amphibien, Libellen und viele andere Arten.

Das ist das Ursprüngliche, Unwiderrufliche Bild des" kleinen Nagers" und wir wollen dieses auch in keinster Weise antasten, aber sei es uns doch hoffentlich auch mal gestattet über Schäden oder Gefahren zu sprechen , da inzwischen ja fast an jedem See oder Gewässer wieder mehrere Biberpärchen zu Hause sind. Ich denke, wir werden damit leben müssen. Aber zum Problem könnte er ganz schnell werden, wenn sein Tun zur Gefahr wird?

Was ist, wenn einmal einer der angefressenen Bäume auf einen Spaziergänger, Badegast oder Angler fällt. Sei es wie es will mir wird jedes mal Angst und Bang wenn ich ein Kind in der Nähe eines halb umgefallenen Baumes sehe. Aber wir haben ja einen Biberbeauftragten im Landratsamt sitzen, der das mit Sicherheit überschauen kann. Doch wer übernimmt die Verantwortung wenn jemand ernsthaft verletzt wird?

Am 3. November 2004 verkündete uns Staatsministerin Emilia Müller, daß in manchen Gebieten, wo vermehrt Bieber auftreten und somit schon zu einer Plage geworden sind, die Tiere lebendig gefangen
werden, nach Rumänien verschickt und dort getötet werden.
Ein Unsinn "Hoch 3" der noch dazu viel Geld kostet !
In der Zwischenzeit ist man jedoch von den Schäden, die von so großen Biberpopulationen ausgehen, etwas in Bedenklichkeit verfallen und eine neue Verordnung ist in Kraft getreten.
Anträge zur Vergrämung von Bibern
Am 01.09.2006 ist die Verordnung über die Zuständigkeiten im Artenschutz (ArtSchZustV) vom 11.08.2006 (GVBl S. 719) in Kraft getreten. Neu an der Verordnung ist u.a., dass die Zuständigkeiten zur Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zur Vergrämung von Bibern nach § 43 Abs. 8 Satz 1 BNatSchG auf die unteren Naturschutzbehörden der Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter, kreisfreie Städte) übergegangen sind. Anträge sind ab sofort bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde und nicht mehr bei der höheren Naturschutzbehörde (Regierung des Bezirks) zu stellen.
H. Schorer
vergrößern... vergrößern... vergrößern... Sind diese Bäume noch zu retten?
Dieser angefressene Baum ist wahrscheinlich
über 25 Jahre alt.
 
Der Kahlschlag hat begonnen !
 
 
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